Neu: Zertifikat Kommunikative Kompetenz Mittel- und Osteuropa (Z-MOE)
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und der Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA) haben in aktuellen Publikationen die Wichtigkeit der Region Mittel- und Osteuropa für die deutschen Handelspartner hervorgehoben. Dieser Entwicklung trägt das Sprachenzentrum Rechnung und bietet ab dem WS 2009/2010 ein Zertifikat für Studierende an, die sich vertieft mit Sprache, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Besonderheiten der Region beschäftigt haben. Damit kann nun neben den benoteten Leistungsnachweisen, ECTS-credits und ECTS-grades sowie den Leistungspunkten der SQ-Module das spezifische „Zertifikat Kommunikative Kompetenz Mittel- und Osteuropa" (Z-MOE) erworben werden, das eine Zusatzqualifikation in Ergänzung zum Studienfach der Studierenden darstellt.
Kern der Zusatzqualifikation ist die Erweiterung der Kommunikations- und damit Handlungsfähigkeit in den Sprachen Russisch und Polnisch (bzw. Ungarisch/Rumänisch), der durch den Erwerb interkulturellen Wissens über die Region Mittel- und Osteuropa erweitert wird. Die Verbindung von Spracherwerb und Aneignung spezifischen Wissens aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Geschichte und Kultur führt zu einer Zusatzqualifikation, die auf unterschiedliche Tätigkeiten mit Bezug auf die Transformationsgesellschaften Ost- und Mitteleuropas vorbereitet. Die vertieften und differenzierten Kenntnisse zu Russland, Polen und - kontrastiv auch anderer mittel- und osteuropäischer Länder - werden durch den erfolgreichen Abschluss von Lehrveranstaltungen des Sprachenzentrums nachgewiesen und stellen eine zusätzliche Schlüsselkompetenz für den späteren Beruf dar.
Voraussetzungen für das Zertifkat
Um das „Zertifikat Kommunikative Kompetenz Mittel- und Osteuropa“ (Z-MOE) zu erhalten,
- müssen in den Sprachen Russisch und Polnisch jeweils mindestens 8 SWS mit erfolgreichem Abschluss (d.h. mit benotetem Leistungsnachweis) nachgewiesen werden. Alternativ werden folgende Leistungsnachweise anerkannt: Russisch 8 SWS plus Polnisch 4 SWS plus Ungarisch[1] oder Rumänisch 4 SWS. [2]
- müssen mindestens 4 SWS in themenbezogenen Lehrveranstaltungen oder SQ-Modulen mit erfolgreichem Abschluss (d.h. mit benotetem Leistungsnachweis) nachgewiesen werden.
- Möglich ist derzeit die Anrechnung folgender Lehrveranstaltungen:
- Sprachpraxis: allgemeinsprachliche LV Russisch (Level A1-B2)
- Sprachpraxis: allgemeinsprachliche LV Polnisch (Level A1-B1)
- Sprachpraxis: allgemeinsprachliche LV Ungarisch (Level A1-A2)[1]
- Lehrveranstaltungen mit Sprach- und Themenbezug (z.B. Übersetzung von russischen Fachtexten, Wirtschaftsrussisch, Slawische Sprachen im linguistischen Vergleich)
- Alle SQ-Module des SZs mit Ost- oder Mitteleuropa-Bezug (z.B. Russische Mediensprache, "Zwischen den Zeilen lesen": Interkulturelle Kommunikation in und mit Polen, Spezifika russischer Werbung)
- Lehrveranstaltungen des Ungarischen Kulturinstituts Stuttgart bzw. Lehrveranstaltungen des Instituts für Linguistik mit thematischem Bezug Mittel- und Osteuropa
Leistungsscheine aus vergangenen Semestern werden anerkannt, sofern der Erwerb nicht länger als 5 Jahre zurückliegt.
Das Zertifikat können alle Studierenden der Universitäten Stuttgart, Hohenheim und Tübingen erwerben, selbstverständlich auch die an der Universität Stuttgart studierenden Austauschstudenten (ERASMUS, WASTE, WAREM etc.).
Gesamtnote
Aus den benoteten Leistungsnachweisen setzt sich die Gesamtnote zusammen. Bei Vorlage der erforderlichen Leistungsscheine wird das Zertifikat ausgestellt.
[1] Am Kulturinstitut der Republik Ungarn in Stuttgart erworbene Leistungsnachweise werden anerkannt.
[2] Die Leistungsnachweise des Instituts für Linguistik/Abteilung Romanistik werden anerkannt.
